Verstehen Sie den Beipackzettel?
Darf die Arznei "nicht über längere Zeit" eingenommen werden, sind in der Packung auch nur so viele Einheiten, wie wir von dem Medikament anwenden sollten. Rezeptfreie Schmerzmittel wie Iboprofen 400 (drei pro Tag) sollten nicht länger als drei Tage am Stück und insgesamt nicht öfter als zehnmal im Monat genommen werden. Je kürzer, desto besser, raten Mediziner. Erkältungsmittel wie etwa abschwellendes Nasenspray sollten wir nach spätestens sieben Tagen wieder absetzen. Präparate mit ASS oder anderen fiebersenkenden und schmerzstillenden Wirkstoffen sowie alle Medikamente mit Wirkstoffkombinationen gegen unterschiedliche Erkältungsbeschwerden sollten wir nicht länger als drei Tage einnehmen. Das gilt auch für Hustenstiller.

Was verbirgt sich eigentlich hinter dem Begriff "forte"?
"Forte" heißt übersetzt "stark" und ist als Namenszusatz gewissenmaßen ein Warnzeichen. Der Grund: Es handelt sich um ein Medikament mit einer höheren Wirkstoffmenge. Wer bei solchen Medikamenten eigenmächtig die Dosis erhöht, riskiert dadurch erhebliche Nebenwirkungen. Ähnliche Begriffe sind auch "plus", "mega", "supra", "intensiv" und "extra".

Was heißt "nach der" bzw. "vor der Mahlzeit einnehmen"?
Dieser Anweisung zu folgen ist besonders wichtig, damit das Medikament im Körper richtig wirken kann. "Nach der Mahlzeit" heißt: etwa zwei Stunden danach. "Vor der Mahlzeit": etwa eine Stunde davor. "Einmal täglich" heißt: jeden Tag zur gleichen Uhrzeit. "Zweimal am Tag": alle zwölf Stunden. "Dreimal täglich" bedeutet bei Antibiotika: möglichst alle acht Stunden. Bei allen anderen Mitteln: morgens, mittags und abends.

Was ist unter "häufigen" und "seltenen" Fälle zu verstehen?
Die Liste der Nebenwirkungen der Packungsbeilage ist meist lang und beunruhigend. Sie treten aber viel seltener auf, als es zunächst klingt, und dienen in erster Linie der rechtlichen Absicherung des Pharmaunternehmens. So treten "häufige" Nebenwirkungen bei ein bis zehn Prozent der Behandelten auf, "seltene" nur noch bei einem von 1000 bis 10 000 Patienten.

"Gegenanzeigen" - was bedeutet das konkret für mich?
Mit sogenannten Gegenanzeigen oder Kontraindikationen sind Situationen gemeint, in denen das Medikament nicht vom Erkrankten eingenommnen werden darf. Das sind laut Experten zum Beispiel Schwangerschaft, Stillzeit oder bestimmte chronische Erkrankungen wie schwere Nierenfunktionsstörungen. Ist das Medikament speziell für Kinder nicht geeignet, steht dieser dringende Hinweis meist auch unter "Gegenanzeigen".


Wussten Sie schon, dass..
...wir Lutschtabletten gar nicht lutschen sollen? Die Wirkstoffe von Lutschtabletten gelangen über die Mundschleimhaut ins Blut. Die Tablette dafür nicht lutschen, sondern langsam in der Backentasche zergehen lassen.

...wir bei der Verwendung von Nasenspray einatmen sollen? Das Spray verteilt sich am besten, wenn wir während des Sprühstoßes einatmen. Den Kopf dabei leicht nach vorn neigen.

...wir nicht jede Tablette teilen dürfen? Bestimmte Medikamente dürfen wir nicht teilen oder kauen. Wenn ihr Überzug verletzt ist, könnte es zu gefährlichen Fehldosierungen kommen.


Quelle: Woche heute/Fit und gesund
Kommentare
Es wurden noch keine Kommentare verfasst.
Kommentar schreiben
Bitte logge dich ein, um ein Kommentar zu verfassen.
Bewertungen
Bitte logge dich ein, um eine Bewertung abzugeben.

Es wurden noch keine Bewertungen abgegeben.
Nach oben scrollen   Guten Morgen Gast     LogIn      Suche     Nach oben scrollen 
Navigation
Discord / Chat
Bewerbung
Wir suchen:

Moderatoren
Backgrounder

Bewerben kannst du dich hier:


Meine Freunde

Du musst eingeloggt sein, um deine Freunde zusehen!.

Zuletzt aktiv waren:
Mitglieder Online
Gäste Online: 1

Mitglieder Online: 0

Mitglieder insgesamt: 124
Neuestes Mitglied: bummy
ScoreSystem
Platz Name Score
1. Ilsebill 94874
2. rocklady 41798
3. Alexa 21971
4. Isa 9515
5. Radio-Biene 7409